Rezension von Martin van Crevelds “Die Gesichter des Krieges”

Rezension von Martin van Crevelds “Die Gesichter des Krieges” auf Heise-Telepolis: http://www.geostrategie.de/u/9

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Definition der Geostrategie

Gemeinhin gilt die Geostrategie als Teilbereich der Geopolitik. Dies halte ich jedoch für verfehlt. Während Geopolitiker vornehmlich geografische Gegebenheiten interpretieren und sich dem Diktat des Raumes ergeben, agieren Geostrategen proaktiv. Sie folgen einem Ziel – meist die Erringung oder Bewahrung der globalen Hegemonie – und richten ihre Handlungen dementsprechend aus. Verkürzt ließe sich sagen: in der Geopolitik steht das Geo für die Erde im Sinne des Raumes und in der Geostrategie steht es für die Erde im Sinne der Welt.

Die Geostrategie definiere ich daher als den zielgerichtete Einsatz aller zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Ausweitung und Festigung der eigenen Machtposition im globalen Rahmen. Teilbereiche der Geostrategie sind die Geopolitik, die Geoökonomie und die Geokultur. Die Geopolitik befasst sich mit den politischen und militärischen Ressourcen, die Geoökonomie mit den wirtschaftlichen und finanziellen und die Geokultur mit allen kulturellen Ressourcen.

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